Die drei Arten im Vergleich
| Art | Aufbau | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Weichschott | Mineralfaserplatten mit Brandschutzbeschichtung | leicht nachzubelegen, leicht, auch in Trockenbauwänden | empfindlicher gegen Beschädigung |
| Mörtelschott | Brandschutzmörtel, bei großen Öffnungen mit Schalung | robust, für große Öffnungen und Decken | Nachbelegung nur durch Bohren oder Aufstemmen |
| Kombischott | je nach System Weich- oder Mörtelschott mit Zusatzprodukten wie Manschetten | Kabel und Rohre in einer Öffnung | zulässige Leitungen und Abstände laut Nachweis |
Daneben gibt es weitere Systeme, etwa Brandschutzkissen, Brandschutzsteine, Brandschutzschaum sowie Manschetten und Bandagen für einzelne Rohre. Auch sie sind nur so gut wie ihr Nachweis und ihr Einbau.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
- Bauteil und Dicke: Massivwand, Trockenbauwand oder Decke
- Leitungsarten und Durchmesser: Kabel, Kunststoffrohre, Metallrohre, mit oder ohne Dämmung
- Ob später weitere Leitungen dazukommen sollen
- Zugänglichkeit von beiden Seiten
- Was der Verwendbarkeitsnachweis des Systems für diesen Fall erlaubt
Bei der Nachbelegung zählt das verbaute System
Werden neue Leitungen durch ein vorhandenes Schott geführt, wird grundsätzlich mit dem System nachbelegt, das dort verbaut ist, und nach dessen Nachweis. Ein Weichschott wird also nicht mit Mörtel ausgebessert, wenn der Nachweis das nicht vorsieht. Welches System verbaut ist, steht auf dem Kennzeichnungsschild.
Häufige Fragen
Was ist ein Hartschott?
So wird das Mörtelschott oft genannt, im Gegensatz zum Weichschott aus beschichteten Platten.
Kann man ein Weichschott mit Mörtel ausbessern?
Nur, wenn der Nachweis das erlaubt. Grundsätzlich wird mit dem verbauten System nachbelegt oder die Abschottung erneuert.
Quellen
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