Was auf dem Schild steht
Welche Angaben genau verlangt sind, steht im Verwendbarkeitsnachweis des jeweiligen Systems.
- Bezeichnung des Abschottungssystems
- Feuerwiderstandsklasse, zum Beispiel S 90 bei Kabel- oder R 90 bei Rohrabschottungen
- Nummer des Verwendbarkeitsnachweises, meist einer allgemeinen Bauartgenehmigung
- Name des Betriebs, der die Abschottung hergestellt hat
- Herstellungsjahr
Warum das Schild so wichtig ist
Am Schild erkennt ein Prüfer, welches System verbaut ist und nach welchem Nachweis, ohne die Abschottung zu öffnen. Wer später neue Leitungen durchführt, weiß, mit welchem System nachbelegt werden muss. Zusammen mit der Übereinstimmungserklärung und Fotos bildet das Schild die Dokumentation, die bei Abnahme und Brandverhütungsschau verlangt wird.
Schild fehlt oder ist nicht mehr lesbar
- Erst in den Unterlagen suchen: Übereinstimmungserklärung, Fotoprotokoll oder Revisionsunterlagen des damaligen Betriebs.
- Lässt sich das System eindeutig bestimmen, kann ein Fachbetrieb beurteilen, wie es weitergeht.
- Ist das System unbekannt, wird die Abschottung meist erneuert und dabei richtig gekennzeichnet.
- Ein Schild ohne passende Ausführung hilft nicht. Es bestätigt etwas, das niemand geprüft hat.
Nach einer Nachbelegung
Werden neue Kabel oder Rohre durch ein vorhandenes Schott geführt, wird mit dem verbauten System nachbelegt. Der ausführende Betrieb dokumentiert die Arbeit und ergänzt die Kennzeichnung, soweit der Nachweis das vorsieht.
Häufige Fragen
Muss auch eine Rohrmanschette gekennzeichnet werden?
Das hängt vom Verwendbarkeitsnachweis des Produkts ab. Viele Rohrabschottungen werden ebenfalls mit einem Schild gekennzeichnet.
Kann ich ein fehlendes Schild selbst anbringen?
Das Schild bringt der Betrieb an, der die Abschottung hergestellt hat und für die Ausführung einsteht. Ein nachträglich angebrachtes Schild ohne Nachweis löst den Mangel nicht.
Quellen
Für Auftraggeber kostenlos. Der beauftragte Betrieb zahlt uns eine Vermittlungsgebühr.